Sexualtherapie in Zürich

Sexualtherapie

Sexualtherapie in Zürich für Einzelpersonen und Paare: bei Lustlosigkeit, Erektions- oder Orgasmusstörungen, Schmerzen beim Sex, unterschiedlichen Bedürfnissen in der Beziehung oder Fragen zur eigenen Orientierung. Ich bin klinischer Sexologe iSi und arbeite körperbezogen mit Sexocorporel. Eine Sitzung dauert 60 Minuten und kostet CHF 220; sie findet am Grossmünsterplatz oder am Zähringerplatz statt, auf Wunsch auch online. Für ein Erstgespräch können Sie direkt online einen Termin buchen.

Paar liegt eng beieinander unter einer Bettdecke

Was ist Sexualtherapie?

Sexualtherapie ist eine spezialisierte Form der Beratung und Unterstützung, die sich mit Fragen rund um Sexualität, Beziehungen und Identität befasst. Ziel ist es, sexuelle Probleme zu verstehen, zu bewältigen und ein erfülltes und selbstbestimmtes sexuelles Leben zu fördern. Körperliche, seelische und zwischenmenschliche Ursachen hängen dabei zusammen und werden gemeinsam angeschaut.

Wann ist Sexualtherapie sinnvoll?

Sexualtherapie kann in vielen Lebenssituationen hilfreich sein – sei es bei komplexen Herausforderungen oder bei einfachen Unsicherheiten. Bereits eine kurze Beratung kann Klarheit und neue Perspektiven schaffen. Typische Themen umfassen:

  • Fragen zur sexuellen Orientierung und Identität
  • Unsicherheiten über sexuelle Bedürfnisse und Vorlieben
  • Wunsch nach mehr Nähe und Intimität in der Beziehung

Methoden in der Sexualtherapie

Sexocorporel – Verbindung von Körper und Geist

Dieser Ansatz fördert die bewusste Verbindung von körperlichen Empfindungen und emotionalem Erleben. Mit Techniken wie Atemübungen, Bewegungsfluss und Muskelentspannung wird ein besseres Verständnis für den eigenen Körper entwickelt und die sexuelle Energie bewusst gesteuert.

  • Techniken: Atemübungen, Bewegungsfluss, bewusste Muskelentspannung.
  • Beispiel: Eine Frau mit Orgasmusstörungen erlernt Techniken zur Entspannung des Beckenbodens.

Kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze

Der Fokus dieses Ansatzes liegt auf der Identifikation und Veränderung negativer Denkmuster, die Sexualität beeinträchtigen können. Ziel ist es, belastende Überzeugungen durch positive Gedanken zu ersetzen, um eine gesündere Wahrnehmung von Sexualität und Selbstwert zu fördern.

  • Beispiel: Ein Mann mit Erektionsproblemen hinterfragt und ersetzt negative Glaubenssätze wie «Ich bin nicht gut genug.»

Systemische Ansätze

Der systemische Ansatz konzentriert sich auf die Wechselwirkungen in Beziehungen. Er hilft, Kommunikationsmuster zu verbessern und Konflikte zu lösen. Ziel ist es, gegenseitige Bedürfnisse besser zu verstehen und die Beziehung durch konstruktive Strategien zu stärken.

  • Beispiel: Ein Paar erarbeitet neue Strategien, um Konflikte ohne Schuldzuweisungen zu lösen.

Sensate-Focus-Übungen (Hamburger Modell)

Diese Methode reduziert Leistungsdruck und fördert Intimität. Mit gezielten Übungen entdecken Paare Berührung und Sinnlichkeit neu, ohne den Fokus auf Geschlechtsverkehr zu legen. So entsteht ein entspanntes, achtsames Erlebnis, das Nähe und Vertrauen stärkt.

  • Methode: Übungen zur Berührung und Sinnlichkeit ohne Erwartungsdruck.

Häufige Themen in der Sexualtherapie

Was Menschen in die Sexualtherapie führt, reicht von körperlichen Beschwerden über Fragen zur eigenen Identität bis zu Schwierigkeiten in der Partnerschaft. Die folgenden Themen kommen am häufigsten vor.

Probleme mit der sexuellen Funktion

Sexuelle Funktionsstörungen sind häufig belastend und betreffen sowohl Einzelpersonen als auch Partnerschaften. Typische Beispiele:

  • Verminderte sexuelle Lust: Ursachen können Stress, hormonelle Veränderungen oder Beziehungsprobleme sein.
  • Sexuelles Verlangen, das den Alltag belastet: Wenn Sexualität so viel Raum einnimmt, dass Beziehung oder Arbeit darunter leiden.
  • Erektionsstörungen: Diese können sowohl körperliche als auch psychische Hintergründe haben.
  • Vorzeitiger Samenerguss: Leistungsdruck verschärft häufig das Problem.
  • Orgasmusstörungen: Besonders Frauen erleben dies oft als Tabuthema.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Diese können auf körperliche oder emotionale Ursachen zurückzuführen sein und sollten professionell behandelt werden.

Fragen zu sexueller Orientierung und Identität

Eine offene Gesellschaft erlaubt es, die eigene Identität und Orientierung zu hinterfragen. Beispiele:

  • Sexuelle Orientierung: Wie lebe ich meine Orientierung (hetero-, homo-, bi- oder pansexuell) authentisch und selbstbewusst?
  • Geschlechtsidentität: Unterstützung bei der Erforschung und Akzeptanz der eigenen Identität.

Unsicherheiten über Fantasien und Vorlieben

  • Sexuelle Fantasien: Was bedeuten bestimmte Vorlieben, und wie kann ich damit umgehen?
  • Offene Kommunikation: Wie spreche ich mit meinem Partner über Wünsche und Grenzen?

Sexualität in Beziehungen

Sexualität kann ein verbindendes, aber auch konfliktreiches Thema in Beziehungen sein. Beispiele:

  • Abnehmende Intimität: Wie lässt sich Sexualität trotz Alltagsstress wiederbeleben?
  • Unterschiedliche Bedürfnisse: Wege, um ein Gleichgewicht zu finden.
  • Offene oder polyamore Beziehungen: Unterstützung bei der Gestaltung und Kommunikation.

Sexualität und Erziehung

Viele Eltern haben Unsicherheiten, wie sie ihre Kinder bei Fragen zur Sexualität unterstützen können. Beispiele:

  • Wie führe ich offene Gespräche über Sexualität?
  • Was tun, wenn mein Kind Fragen zur sexuellen Orientierung hat?

Ablauf der Sexualtherapie

  1. Erstgespräch: Analyse Ihrer Anliegen und Festlegung der Ziele.
  2. Verstehen: Wir gehen den Ursachen nach — körperlichen, seelischen und solchen in der Beziehung.
  3. Therapiephase: Individuelle Lösungsstrategien und Übungen.
  4. Abschluss: Sicherung der Fortschritte und Entwicklung langfristiger Strategien.

Warum Sexualtherapie bei mir?

  • Klinischer Sexologe iSi: Weiterbildung in klinischer Sexologie, zusätzlich zur Ausbildung als Fachpsychologe für Psychotherapie FSP.
  • Direktor des ISP Zürich: des Instituts für Sexualpädagogik und Sexualtherapie, das Fachpersonen in Sexualtherapie weiterbildet.
  • Sexocorporel: Ich arbeite körperbezogen, nicht nur im Gespräch — das unterscheidet die Sexualtherapie von einer allgemeinen Beratung.

Erstgespräch buchen

Häufige Fragen

Was kostet Sexualtherapie in Zürich?

In meiner Praxis in Zürich kostet eine Sitzung von 60 Minuten CHF 220 (Stand September 2026). Die Sitzungen finden am Grossmünsterplatz 6 oder am Zähringerplatz 11 statt, auf Wunsch auch online.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Sexualtherapie als solche ist keine Pflichtleistung der Grundversicherung. Liegt eine psychische Störung mit Krankheitswert und eine ärztliche Anordnung vor, kann die Behandlung als Psychotherapie über die Grundversicherung laufen. Ob das in Ihrem Fall zutrifft, klären wir im Erstgespräch.

Brauche ich eine ärztliche Überweisung?

Nein. Für eine Sexualtherapie in meiner Praxis brauchen Sie weder eine Überweisung noch eine Diagnose. Sie können direkt einen Termin buchen.

Ist Sexualtherapie nur für Paare geeignet?

Nein. Ich arbeite mit Einzelpersonen und mit Paaren. Auch allein lässt sich klären, was Sie beschäftigt — dafür braucht es keine Partnerin und keinen Partner.

Muss meine Partnerin oder mein Partner mitkommen?

Nein. Viele beginnen allein. Wenn es für die Therapie sinnvoll wird, kann die Partnerin oder der Partner später dazukommen.

Kann Sexualtherapie auch online stattfinden?

Ja, nach Absprache. Kosten und Bedingungen entsprechen denen einer Sitzung vor Ort.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Das hängt vom Anliegen ab. Manche Fragen klären sich in wenigen Sitzungen, andere brauchen eine längere Begleitung. Nach dem Erstgespräch schätzen wir den Rahmen gemeinsam ein.

Sind die Sitzungen immer nur Gespräche?

Nicht nur. Je nach Anliegen kommen körperbezogene Übungen dazu, etwa Atem- und Entspannungsübungen aus dem Sexocorporel.

Was passiert, wenn mir das Thema unangenehm ist?

Sie bestimmen Tempo und Inhalt. Wir sprechen über das, was Sie ansprechen wollen — und nicht über das, was Sie nicht ansprechen wollen.

Ist Sexualtherapie diskret?

Ich unterstehe der beruflichen Schweigepflicht. Was in den Sitzungen besprochen wird, bleibt dort.

Was passiert, wenn ich einen Termin absagen muss?

Bis 48 Stunden vor dem Termin ist die Absage kostenfrei, danach werden 60 Minuten in Rechnung gestellt.

Was ist Sexualtherapie?

Sexualtherapie ist eine Gesprächstherapie, die sich auf Sexualität, Lust, Intimität und die damit verbundenen Themen richtet. Sie findet einzeln oder als Paar statt.

Wo kann Sexualtherapie helfen?

Häufige Anliegen sind unterschiedliches Lustempfinden in einer Beziehung, Schwierigkeiten mit Erregung oder Orgasmus, Schmerzen beim Sex, Fragen zur sexuellen Identität sowie Unsicherheit und Scham rund um Sexualität. Ob Sexualtherapie im Einzelfall das passende Angebot ist, klären wir im Erstgespräch.

Was macht eine Sexualtherapeutin oder ein Sexualtherapeut?

Sie oder er schafft einen Rahmen, in dem über Sexualität offen gesprochen werden kann, ordnet die Anliegen fachlich ein und erarbeitet mit Ihnen Schritt für Schritt Veränderungsmöglichkeiten — allein oder als Paar.

Was ist ein Sexologe?

Sexologie ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit menschlicher Sexualität. «Sexologe» ist in der Schweiz keine geschützte Berufsbezeichnung. Achten Sie deshalb auf die zugrunde liegende Ausbildung; ich bin eidgenössisch anerkannter Fachpsychologe für Psychotherapie FSP.